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Portrait

„Ich verbinde Abstraktion und Gegenstandskunst zu einer eigenen Stilrichtung. Meine Werke entstehen durch Zusammenführung aus Malerei und Objektkunst.

In skulpturalen Wandobjekten verschmelzen Collagen aus Bild und Wort mit ausrangierten Alltagsgegenständen.“

Harry Santos

 

 

 

 

 

1955 in Leipzig geboren                                                                                                                                                                                             lebt und arbeitet in Berlin-Prenzlauer Berg

Frühzeit in der DDR

Harry Santos beginnt sein künstlerisches Schaffen mit Zeichnen, Malen und Holzschnitzereien in frühester Kindheit in der DDR. Die Ausbildung zum Porzellanmaler wird vom Vater verhindert. Es folgten Nationale Volksarmee und Tätigkeit als Krankenwagenfahrer/Rettungsassistent.

In den späten 70er Jahren entstehen Formate mit abstrakt expressionistischem Sujet. Ausstellungen konnten zu der Zeit lediglich konspirativ im privaten Rahmen gezeigt werden. Anfang der 80er Jahre folgt eine politische Haft von 9 Monaten. Nach dem Freikauf durch die Bundesrepublik Deutschland lebt der Künstler in Berlin/West.

Künstlerische Auseinandersetzung in den 80/90-er Jahren

Die Konfrontation mit Werken bedeutender Künstler waren Offenbarung und Fluch zugleich, die Loslösung von Vorbildern schien unüberwindlich. Es entstanden rissige abstrakt/expressionistische Arbeiten auf Leinwand, die mit verschiedenen Materialien, z.B. Sand plastisch gestaltet waren. Es folgten erste Einzelausstellungen und Ausstellungsbeteiligungen. Mit der stilistischen Ausrichtung hadernd wurden mehrfach Bilder zerstört und entsorgt, der Schaffensprozess aber nie eingestellt.

Moderne Werke im 21. Jahrhundert

Erst nachdem Harry Santos sich bewußt für ein Leben für die Kunst entscheidet gelingt es, seinen eigenen hohen Ansprüchen gerecht zu werden und mit großer Begeisterung und Leidenschaft für die moderne Kunst seine eigene Stilrichtung zu entwickeln.  Die neuen Werke sind befreit und trotzdem klar. Objekte kommen zum Werk hinzu. Verbunden mit gegenständlicher Malerei erfolgt die Kombination zu mittel- und großformatigen Materialbildern und komplexen Assemblagen. Die Materialien dafür stammen von Schrottplätzen, Flohmärkten und vom Wegesrand. Immer wiederkehrende Motive machen seine Werke unverwechselbar.

Durch seine Arbeit als politischer Referent kommt es in jüngster Vergangenheit wieder zu Ausstellungsbeteiligungen und mehr Aufmerksamkeit, obwohl er selbst seine Kunst als unpolitisch sieht.